Dritter Advent

Gnade, Barmherzigkeit, Friede
von Gott, dem Vater
und von dem HERRN Jesus Christus
sei mit euch.
Amen.


1 Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott.
2 Redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, daß ihre Knechtschaft ein Ende hat, daß ihre Schuld vergeben ist; denn sie hat doppelte Strafe empfangen von der Hand des HERRN für alle ihre Sünden.
3 Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott!
4 Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden;
5 denn die Herrlichkeit des HERRN soll offenbart werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen; denn des HERRN Mund hat’s geredet.
6 Es spricht eine Stimme: Predige!, und ich sprach: Was soll ich predigen? Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde.
7 Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt; denn des HERRN Odem bläst darein. Ja, Gras ist das Volk!
8 Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich.
9 Zion, du Freudenbotin, steig auf einen hohen Berg; Jerusalem, du Freudenbotin, erhebe deine Stimme mit Macht; erhebe sie und fürchte dich nicht! Sage den Städten Judas: Siehe, da ist euer Gott;
10 siehe, da ist Gott der HERR! Er kommt gewaltig, und sein Arm wird herrschen.
Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her.
11 Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Er wird die Lämmer in seinen Arm sammeln und im Bausch seines Gewandes tragen und die Mutterschafe führen.

Jesaja 40, 1-11

Liebe Gemeinde!
Das Besondere am Trost ist, daß die getröstete Seele allein weiß, wann sie getröstet ist. Ein Tröster öffnet sich mit großer Geduld für die Person, die er tröstet. Ja, die Liebe wird ihn nicht aufhalten, bis er die Last die den traurigen drückt, mitträgt und den Schmerz teilt.
Der Trost erreicht sein Ziel, wenn die Seele sich beruhigt. Das geht nicht auf Befehl, das kann sie sich nicht einreden, das kann auch nicht geheuchelt werden. Die betrübte Seele bestimmt. Der Tröster erkennt das an, und läßt sich davon leiten.
Im Trost bleibt die Zeit stehen, bis der Schmerz kleiner wird, die Last leichter, das Dunkel heller, der Mißton wohlklingender wird, der Krampf sich löst.
Ein Tröster guckt nicht auf die Uhr. Er zählt nicht, wie oft er schon etwas gesagt hat. Nur dann wird der Trost die traurige Seele erreichen. Die kleine Seele, die verwundete Seele, die erschöpfte Seele, die gescheuchte Seele, die überforderte Seele. Sie soll zur Ruhe kommen, neue Kraft schöpfen.
Gott will das.
Er ist der Gott „alles Trostes“ (2. Korinther 1, 3-4).
So hat Gott sich festgelegt.
Er will nur Gott sein, wenn es Trost gibt. So wahr Gott existiert, muß es Trost geben.
Jesaja sagt es uns: Hör zu: Gott selbst hat beschlossen, daß Er keine Ruhe hat, bis deine Seele Ruhe hat. Es gibt keinen ernsteren Ernst, als diesen Ernst. Es gibt keinen heftigeren Willen im Himmel und auf Erden, als diesen Willen daß es für dich Trost gibt.
Darum kommt vom Himmel über uns dieser doppelte Befehl:
„Tröstet, tröstet!“ Damit bekommt Trost höchste Priorität. Unter allen Umständen soll Trost vorangebracht werden. Alles muß dem Trost dienen. Gott tut alles, daß deine Seele nicht verrinnt, sich nicht auflöst oder begraben wird. Nein, sie soll es nicht.
Darum spricht Gott mir dir.
Es ist ja ein Befehl: „Tröstet!“ – Gott beauftragt eine Vielzahl von Personen. Das ist wirklich im Gange. Mitten in einer feindseligen, gleichgültigen, kalten Welt mit unerträglichem Gequatsche, und hohlen Sprüchen, die die Seele nur quälen, beruft und sendet Gott selbst Diener zum Trösten.
Diese Realität muß deine Seele erreichen. Es ist kein Werbespruch, der Geld aus deiner Tasche ziehen will, kein Versprechen von Politikern, die hoffen daß man ihren Unernst nicht merkt. Diese Realität, die von Gott kommt, ist mehr wirklich als jede Last und jeden Kummer. Oder ist deine Last und dein Kummer größer, als Gott?
„Redet mit Jerusalem freundlich.“
Schon wieder Jerusalem.
Bin ich denn Jerusalem?
Diese Frage muß beantwortet werden.
Sonst gibt die Seele auf – „Ich bin nicht gemeint!“ Dann ist der Trost auch kaputt.
Jerusalem.
Die Stadt Gottes. Privilegiert vor der gesamten Menschheit. Auserwählt. Vorgezogen. Sonderbehandlung. Mit Gott auf Du, sozusagen. Im Alten Testament hatte Gott dem Volk dieser Stadt Seinen Willen anvertraut – und dazu gesagt: Ich bin dein Gott. Ich bin ganz für dich da. – Sei du, Israel, ganz und gar für mich da, denn ich bin ganz für dich da. Die Gebote zeigen den Weg.
Doch Israel war nicht ganz für Gott da. Es wollte mehr und verlor alles. Die Götzen der anderen Völker waren faszinierend. Sichtbar, mehr „menschlich“, mehr „praktisch“. Es war leichter, der Waffe zu vertrauen, als dem unsichtbaren Gott. Es war leichter, sich auf Diplomatie und Verhandeln zu verlassen, als auf Gott. Und dann all diese Opfer! Rein und Unrein mußte unterschieden werden. Bestimmte Zeiten mußte man einhalten. Von den 10 Geboten ganz zu schweigen. Wir Menschen könnten Gott ganz auf unserer Seite haben in allen Dingen, Seinen Segen, Seine Macht. Aber wir haben Gott gegen uns, weil wir Seine Gebote übertreten.
Jerusalem brauchte Trost. Es lag am Boden zerstört. Buchstäblich. Besiegt und in Schutt und Asche gelegt. Das Schlimmste aber war das Gewissen: Das ist passiert, weil ich Gott verlassen habe. Ich habe meine beste Chance verspielt. Ich habe mein Leben mit dieser Lieblosigkeit kaputtgemacht. Dieses Begehren hat meine Kapazität, Freude zu haben, verdorben. Ich habe Menschen geschadet. Und jetzt spricht alles gegen mich. Ich verdiene keinen Segen. Gott ist gegen mich.
Jerusalem war hoch privilegiert gewesen – und deshalb um so tiefer gefallen, gestürzt. Jerusalem war untröstlich.
„Redet mit Jerusalem freundlich. Predigt ihr daß ihre Knechtschaft ein Ende hat, daß ihre Schuld vergeben ist; denn sie hat doppelte Strafe empfangen von der Hand des HERRN für alle ihre Sünden.“ – Es ist eine Knechtschaft. Eine Unfreiheit. Man ist unter einem Zwang, vom Leben, von Licht, von der Freude, vom Gespräch abgeschnitten. Gott will, daß das aufhört. Die Schuld soll nicht mehr alles beherrschen. Es ist genug. Das sagt nicht Jerusalem, sondern das sagt Gott selbst.
Ja, Jerusalem soll hören, daß die Last, die Qual, die Strafe doppelt gewesen ist. – Das passiert liebe Gemeinde: Menschen, die nahe bei Gott sind, werden mehr an ihre Grenzen geführt, als Menschen, denen Gott egal ist. Sie sollen noch genauer erfahren, was Gott kann.
Gott will nicht mehr gegen Jerusalem sein. Und Jerusalem soll wieder ganz für Gott da sein können.
Wie soll das möglich sein?
„Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott!“
Wieder eine Stimme! Wenn eine Seele nicht angesprochen wird, kommt kein Trost zustande.
In der Wüste muß etwas passieren. Im Chaos, in der fremden, abweisenden Landschaft. Es muß einen Weg geben, den man gehen kann. Ohne Gottes Wort ist die Wirklichkeit ein Chaos. Wir sehen keinen Weg. Wir sehen keine Gefahr, oder wir sehen Gefahr, wo keine ist. Wir wissen nicht, ob wir in die Irre gehen, oder nicht. Wir erkennen nicht, was wichtig oder unwichtig, was Segen oder Fluch ist.
Zu Gottes Trost gehört auf jeden Fall, daß es einen Weg gibt. Ein Weg sagt der Seele: Es geht weiter. Das Ziel ist gut.
„Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden.“ Ein krasses Bild. Berg und Tal stehen eigentlich unveränderbar fest. Es gehört zur Trostlosigkeit, daß Dinge sich nicht ändern können. Man ist im Tal und ist ganz unten. Und andere sind ganz oben, sie haben alles, und haben Glück, und keine Sorgen. Wenn Gott spricht, wird das anders. Der Neid geht weg. Denn der Neid macht das Tal zum Tal. Die Verzweiflung wird gebrochen.
Und die Berge? Die da oben? Wenn sie erkennen, daß alles eine Gabe Gottes ist, ein Geschenkt, dann werden sie bescheidener. Die Arroganz muß weg. Sie schadet allen. Die Selbstgerechtigkeit – sie ist überhaupt nicht beneidenswert, und doch sind wir immer wieder von ihr beeindruckt.
„Denn die Herrlichkeit des HERRN soll offenbart werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen; denn des HERRN Mund hat’s geredet.“
Nicht die Herrlichkeit von Menschen – schon gar nicht die Herrlichkeit auf Kosten anderer. Sondern die Herrlichkeit des HERRN, die allen gut tut und heilsam ist. Die vor allem tröstet.
Wer noch im Berg und Tal hängt, der verpasst es, wenn Gott selber kommt.
Spätestens jetzt sind wir bei Johannes dem Täufer. Er hat in der Wüste, im Chaos Israels einen Weg gemacht. Er hat die Berge runtergeholt, und die Täler aufgerichtet – damit sie alle Gottes Herrlichkeit nicht verpassen sollten.
Schon der Prophet Jesaja machte deutlich: Es kommt Gottes Herrlichkeit so, daß alles Fleisch sie sehen kann. Normalerweise gilt: Wer Gott sieht, muß sterben. (2. Mose 33, 20). Es ist zuviel und zu groß.
Doch ein für alle Mal, einmal für alle Menschen, soll Gottes Herrlichkeit erscheinen – Gott will uns so begegnen, daß es nicht ein Schrecken, sondern ein Trost ist.
Darauf hat Johannes der Täufer hingewiesen. Er hat ganz klar bekannt, daß er „Eine Stimme in der Wüste“ ist. (Johannes 1, 23). Er hat das ganze Volk Israel zurück zu Gott gerufen. Die Hohen hat er nicht gefürchtet, und die Niedrigen hat er nicht verachtet. Und das hat er getan um auf das Lamm Gottes zu zeigen. „Da ist er! Seine Herrlichkeit ist es, Eure jämmerlichen Lasten abzunehmen. Seine Herrlichkeit ist es, zu trösten. Seine Herrlichkeit ist es, die zu suchen, die sich komplett verirrt haben, und überhaupt nicht weiterwissen. Seine Herrlichkeit ist es, zu vergeben. Die Tür zur Liebe wieder aufzumachen. Die Tür zum Leben offenzuhalten. Auch gegen den Tod.“
Das ist alles, was Jesus getan hat. Mit jedem Atemzug in Seinem Leib, mit jedem Puls Seines Herzens war er bei den Trostlosen. Das ist Gottes Herrlichkeit, da ist Gott ganz und gar Er selbst und alles Fleisch soll es sehen.
Ohne Gebrauchsanweisung, ohne Briefing geht das nicht.
Darum hören wir nochmal von der Stimme. – In Gottes Stimme ist wirklich das ganze Leben! –
„Es spricht eine Stimme: Predige!, und ich sprach: Was soll ich predigen? Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt; denn des HERRN Odem bläst darein. Ja, Gras ist das Volk!
Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich.“ Da haben wir wieder die Trostlosigkeit. Alles Fleisch ist wie Gras. Überall lauert und wartet der Tod, die Vergänglichkeit. Wozu also predigen?
Gottes Wort bleibt. Gott ist in Seinem Wort. Er kommt mit Seinem Wort zu uns. Es wird nicht aufhören, zu sprechen, zu wirken, zu trösten. Mit Gottes Trost fängt die Auferstehung der Toten an. Schon jetzt.
„Zion, du Freudenbotin, steig auf einen hohen Berg; Jerusalem, du Freudenbotin, erhebe deine Stimme mit Macht; erhebe sie und fürchte dich nicht! Sage den Städten Judas: Siehe, da ist euer Gott; siehe, da ist Gott der HERR! Er kommt gewaltig, und sein Arm wird herrschen.“
Gottes Trost ist so, daß die Getrösteten auf einmal den Trost weitergeben können. Die Tochter Zion kann, soll und wird ohne Furcht sprechen: Siehe, da ist euer Gott.
Das geschieht schon im Kleinen in der Gemeinde. Christen, die Schweres tragen mußten, und Gottes Trost erlebt haben, können mit anderen sprechen, die erschrocken sind, oder verzweifelt. Der Trost geht weiter.

„Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her.
Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Er wird die Lämmer in seinen Arm sammeln und im Bausch seines Gewandes tragen und die Mutterschafe führen.“
Was Gott durch das Evangelium geschaffen hat, das behütet und begleitet Er. Bis ans Ziel. Der Glaube muß nicht jetzt auf einmal alle Kraft haben – als würde er Gott nicht mehr brauchen. Im Gegenteil. Wer Gottes Trost erlebt hat, braucht ihn immer mehr. Und es gibt ihn.

Der Friede Gottes, welcher höher ist, als alle Vernunft, der bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

Wochenendrüste für Männer

Thema: Wie gehen wir als Christen mit drohendem Mangel und Entbehrung um?

Mangel, Entbehrung, Knappheit?
Wir kennen diese Wörter gar nicht mehr aus
dem täglichen Leben. Wer nicht gerade in den
letzten Jahrzehnten nach Deutschland einge-
wandert ist, der dürfte fehlende Lebensmittel
kaum kennengelernt haben. Damit ist nicht
das aktuellste iPhone gemeint, sondern die
Dinge, die laut unserem Katechismus zum täg-
lichen Brot gehören: Alles, was nottut für Leib
und Leben.
Sowohl im Alten als auch im Neuen Testa-
ment sind immer wieder Zeiten des Mangels
beschrieben. Wie das Volk Gottes damit umge-
gangen ist und welche Lehren wir daraus zie-
hen können, wollen wir uns während dieser
Rüstzeit genauer ansehen.
Lasst uns Gott um seinen Segen für diese Tage
bitten!

Programm:
Fr. 11.11.2022
Abend:
Abendessen, Begrüßung und Einstieg ins Thema
Sa. 12.11.2022
Morgen:
Frühstück
Thema: Hunger und Teuerung in der Bibel
Pause
Thema: Schule des Glaubens im Neuen Testament
Mittagessen und -pause mit Waldspaziergang
Nachmittag:
Thema: Verheißungen in der Bibel
Abend:
Abendessen
Lebensbilder
So. 13.11.2022
Vormittag:
Frühstück
Gottesdienst in Fürstenwalde
Mittagessen / Abschluss

11. – 13. November 2022
in der Ferienanlage
„Familienerholung Buchwald“,
Heideweg 15, 15864 Wendisch-
Rietz, Tel.: 033679-5401

Anmeldungen bis zum 3. November 22

    Ostinato Chorkonzert

    Herzliche Einladung zu einer guten Stunde Chormusik und damit zu einer lebendigen Verkündigung des Evangeliums! Das Konzert betrachtet das geistliche Thema „Lieder vom Licht“ in 3 Konzert-Teilen. Am Anfang stehen Stücke, die verdeutlichen, wie Gott Christus als Licht für alle in die Welt gesandt hat, welches ER bis heute in der Welt erhält (Teil 2) und schließlich in der Ewigkeit vollendet (Teil 3).

    (Der Besuch des Konzertes ist kostenfrei, eine Spende ist erbeten.)

    500 Jahre Lutherbibel

    Im September 1522 erschien in Wittenberg das Neue Testament in der deutschen Übersetzung des Reformators Dr. Martin Luther. Es war nicht die erste Übersetzung der Bibel ins Deutsche, wohl aber die wirkungsvollste und beliebteste.
    Zu dem Anlaß lädt die Gemeinde Berlin-Mitte in der Annenstraße ein:

    1. Zu einem Themenabend: 500 Jahre Lutherbibel
      Pfarrer Johann Hillermann wird historisch in das Thema einleiten. Danach wird Dr. Sebastian Stork auf Besonderheiten der Übersetzung hinweisen. Zugleich ist der Themenabend die Eröffnung einer Ausstellung zum Thema. Der Themenabend soll am Mittwoch, dem 21. September um 18 Uhr beginnen, und etwa eine Stunde dauern.
    2. Zu einer Ausstellung
      Faksimile-Ausgaben der wichtigsten Ausgaben zu Luthers Lebzeitenwerden zu sehen sein: 1522, 1534 und 1545. Besonderheiten der Übersetzung und Bearbeitung Luthers werden dargestellt. Eindrücke der Wirkungsgeschichte werden auch zu sehen sein.
      Die Ausstellung kann an zu folgenden Zeiten noch besichtigt werden:
      Donnerstag 22. September 16 bis 19 Uhr
      Freitag 23. September 16 bis 19 Uhr
      Sonnabend 24. September 11 bis 13 Uhr
      Sonntag 25. September nach dem Gottesdienst
    3. Zu einer Rezitation
      Um einen Eindruck von der Übersetzung zu bekommen, lohnt es sich, einen längeren Abschnitt daraus im Zusammenhang zu hören. Am Donnerstag, dem 22. September um 19 Uhr sollen die ersten 6 Kapitel des Johannes-Evangeliums vorgetragen werden. Pfarrer Johann Hillermann lernt schon seit einigen Jahren Teile der Lutherbibel auswendig, und zwar in dem Wortlaut der letzten Ausgabe, die Luther noch verantwortet hat, der von 1545. Nutzen Sie die Gelegenheit, zu erfahren, wie überraschend viel von der Sprache Luthers nach 500 Jahren verständlich ist! Die ersten 6 Kapitel des Johannes-Evangeliums bieten eine Vielfalt von Texten: Verkündigung, Gespräche und Berichte. Sie sprechen für sich und verfehlen ihre Wirkung nicht!
      Mit Einleitung dauert die Rezitation etwa eine Stunde.

    Unsere Hauskreise

    Hauskreis Köpenick

    Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet.

    2.Timotheus 3.16-17

    Der Hauskreis Köpenick trifft sich jeden zweiten Freitag im Haus eines Gemeindeglieds in Köpenick. Wir lesen entweder einen Glaubenskurs für Menschen die Jesus kennen lernen wollen oder ein Buch der Bibel (z.B. Römerbrief oder Hiob). Theologisch begleitet wird der Hauskreis von Pfarrer Hillermann, der auch der Ansprechpartner für Interessenten ist.

    Hauskreis Luisenstadt

    Du wolltest schon immer mal wissen, was Walhaie, Kommunismus und (- Man füge irgendeinen schmissigen 3. Predigtbingo-Begriff eurer Wahl hier ein. -) mit dem sonntäglichen Predigttext zu tun haben? Diesen und vielen weiteren, spannenden Fragen gehen wir donnerstags ab 19.30 Uhr nach, wenn wir uns zum Hauskreis treffen…
    Anmeldung und weitere Infos bitte über unser Kontaktformular.

    Reinigungsdienste

    Da wir jetzt keinen Hausmeister mehr haben, der bestimmte Dienste übernommen hat, ergeht eine Bitte an die Gemeinde diese Lücke auszufüllen.

    Thomas Franke hat die Organisation der Dienste übernommen und beteiligt sich auch selbst mit daran (mit einmal im Monat die Reinigung der Herren- und Behindertentoilette zu übernehmen).

    Folgende Dienste müssen einmal in der Woche (Minimum einmal im Monat) gemacht werden:

    • Damentoilette (Papier, Handtücher, Putzen, Papierkorb leeren)
    • Herrentoilette (- “ -)
    • Behindertentoilette (- “ -)
    • Gemeindesaal (Staubsaugen oder Wischen, Papierkorb leeren)

    Alle Interessenten melden sich bitte bei Thomas Franke.

    Herzlichen Dank an alle Helfer im Voraus!

    Der Größte unter euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.

    Matthäus 23.11f

    Warum Luther 1545?

    „Luther 1545“ steht für letzte Bibelausgabe, die der Reformator Dr. Martin Luther im Jahr 1545 – ein Jahr vor seinem Tod – noch verantwortet hat. Die „Ausgabe letzter Hand“.

    „Luther 1545“ steht für letzte Bibelausgabe, die der Reformator Dr. Martin Luther im Jahr 1545 – ein Jahr vor seinem Tod – noch verantwortet hat. Die „Ausgabe letzter Hand“. 23 Jahre zuvor war ihm mit seiner Übersetzung des Neuen Testaments für das christliche Leben in Deutschland und zugleich für die Deutsche Sprache ein großer Wurf gelungen. Sehr schnell wurde Luthers Bibelübersetzung zum anerkannten Maßstab für gutes Deutsch. Auch seine Gegner mußten das zugestehen.

    Quelle des christlichen Glaubens
    Luthers Reformation war vor allem ein Ruf „ad fontes“ – „zurück zu den Quellen!“ Das gesamte kirchliche Leben sollte an den Quellen, den grundlegenden Dokumenten des Evangeliums geprüft werden. Was hatte Jesus genau gesagt und getan? Was hatten die Zeugen und autorisierten Nachfolger über Jesus, über seine Bedeutung, verbindlich gelehrt? Diese Fragen führten zu einer Beschäftigung mit der Heiligen Schrift in einer Intensität, die wir uns heute kaum vorstellen können.

    Quelle der Kultur
    In der Bibel finden wir Texte zu den unterschiedlichsten Themen, die uns Menschen betreffen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, daß sie in allen Lebensbereichen Spuren hinterlassen hat. Schon vor der Reformation wurde jahrhundertelang in Deutschland die Bibel als Autorität anerkannt. Als dann die Übersetzung Luthers allen, die Deutsch als Muttersprache hatten, den Zugang zum Wort Gottes eröffnete, steigerte sich der Einfluß und die Wirkung. Alle Bereiche der Kultur sind ohne Kenntnis der Bibel – ihrer Geschichten, Weisheit und Botschaft – nicht vorstellbar. Deshalb ist die Lutherbibel, die jahrhundertelang von Menschen Deutscher Zunge gelesen wurde, auch eine Quelle der Kultur. Alle wichtigen Dichter unserer Sprache haben das anerkannt.

    Sakraler Text, sakrale Sprache

    Luther 1545 ist nicht irgendein Text. Er ist die Übersetzung einer Heiligen Schrift. In ihr soll gesagt werden, was Menschen sich nicht selbst sagen können, und was doch den Menschen treffen soll. Ein sakraler Text, und das bedeutet ein Höchstmaß an Verbindlichkeit und Bedeutung. Deshalb ist das Wort einerseits fremd und doch klar. Das hat mit seinem Inhalt zu tun. Der Inhalt ist nicht alltäglich, und darum kann die Sprache auch nicht alltäglich sein. Die Wörter, ja auch der Satzbau, sind meistens vertraut, doch dann kommt ein Wort, ein Satzbau, überraschend anders. Und das Heilige wird immer überraschend sein, weil es von Gott zum Menschen kommt. Darum ist sakrale Sprache niemals Alltagssprache. Es kann nach gewiesen, daß Luther wohl die Alltagssprache genau kannte, und doch die Bibel bewußt nicht in eine alltägliche Sprache übertrug.

    Morgen- und Abendandacht (online)

    In der Onlineandacht lehnen wir uns an Luthers Morgen– und Abendsegen an und beten gemeinsam das Apostolische Glaubensbekenntnis, das Vaterunser und Luthers Morgen- oder Abendsegen.

    Die Onlineandacht ist ein Hauskreis, der sich nur online trifft. Zur Zeit montags um 8 Uhr abends und donnerstags um 8 Uhr morgens.

    Jeder ist herzlich willkommen und kann über diesen Link an der Andacht teilnehmen. Fragen können über das Kontaktformular an Thomas Franke gestellt werden.

    Ablauf

    Eröffnung
    Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
    Amen.

    Glaubensbekenntnis
    Ich glaube an Gott den Vater, / den Allmächtigen, / Schöpfer Himmels und der Erden.

    Und an Jesus Christus, / Gottes eingebornen Sohn, unsern
    Herrn, / der empfangen ist vom Heiligen Geist, / geboren
    von der Jungfrau Maria, / gelitten unter Pontius Pilatus, /
    gekreuziget, gestorben und begraben, / niedergefahren
    zur Hölle, / am dritten Tage auferstanden von den Toten, /
    aufgefahren gen Himmel, / sitzend zur Rechten Gottes,
    des allmächtigen Vaters, / von dannen er kommen wird, /
    zu richten die Lebendigen und die Toten.

    Ich glaube an den Heiligen Geist, / eine heilige christliche
    Kirche, / die Gemeinde der Heiligen, / Vergebung der
    Sünden, / Auferstehung des Fleisches, / und ein ewiges
    Leben. Amen.

    Morgens
    Feste Burg Kalender Schriftlesung und Auslegung
    für den aktuellen Tag.

    Abends
    Ein Kapitel aus einem Buch der Lutherbibel von 1912

    Vaterunser
    Vater unser im Himmel,
    geheiligt werde dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe,
    wie im Himmel, so auf Erden.

    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld,
    wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung,
    sondern erlöse uns von dem Bösen.

    Denn dein ist das Reich und die Kraft
    Und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

    Luthers Morgensegen
    Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast: und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß dir all mein Tun und Leben gefalle, denn ich befehle mich, meinen Leib und meine Seele, und Alles in deine Hände, dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

    Luthers Abendsegen
    Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast; und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünden, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

    Fürbitten
    Je nach Anliegen.

    Abschluss
    Es segne und behüte uns Gott der Allmächtige und Barmherzige, Vater, + Sohn und Heiliger Geist. Amen

    Regeln

    Die Onlineandacht ist ein stiller Kreis.

    Alle Gebete und Texte werden von jeweils einem Teilnehmer gesprochen.

    Das Mikrofon ist immer nur von dem an, der gerade das Gebet spricht oder den Text vorliest. Alle anderen machen das Mikrofon aus und können dann für sich das Gebet mitsprechen. Damit sollen störende Geräusche verhindert werden.

    Die Andacht dauert etwa 15 Minuten.

    Gemeindeputztag

    Am vergangenen Sonnabend trafen sich etliche Gemeindeglieder in unseren Gemeinderäumen in der Annenstraße, um eine Grundreinigung durchzuführen. Diese hatte aus verschiedenen Gründen seit längerer Zeit nicht stattgefunden und war daher bitter nötig. Sowohl im Innen- als auch im Außenbereich erstrahlt nun Vieles in neuem Glanz. Durch ein gemeinsames Mittagessen kam auch die Gemeinschaft nicht zu kurz und es ist mitunter auch ganz hilfreich, einmal zusammen zu arbeiten, wenn sich sonst die meisten Gemeindeglieder vor allem sonntags im Gottesdienst begegnen.
    Apropos Sonntag: Herzliche Einladung zum nächsten Gottesdienst, dann können Sie sich selbst vom neuen Glanz überzeugen!

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