Luthers Abendsegen

Eine kleine Abendandacht

Des Abends, wenn du zu Bette gehst, sollst du dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sollst sagen:

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Amen.

Darauf kniend oder stehend das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser.

Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen:

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast; und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünden, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Und alsdann flugs und fröhlich geschlafen.

ERMUTIGUNG ZUM GEBET

Vieles nimmt uns den Atem heutzutage – neuerdings die Energiepreise. Als ich mich bereit erklärte, zum Thema „Gebet“ einen Vortrag zu halten, war es die Corona-Krise, und alles, was damit zusammenhängt. Seit Jahren müssen wir uns in der Bezirkssynode mit so genannten Strukturänderungen befassen. Das kann einem den Atem nehmen.
Wir können allen diesen Themen ja nicht ausweichen, weil wir als Christen in unseren Gemeinden und als Gemeinden in unserem Bezirk und unserer Kirche durch den Glauben verbunden sind. Der Glaube braucht Luft zum Atmen. Unsere Kirche lehrt völlig richtig, daß der Glaube aus der Predigt des Wortes Gottes kommt. Und vom Wort Gottes können wir nicht genug hören!
Heute aber möchte ich über das Gebet sprechen.
Das Gebet hat es in sich. Es wird unter uns Christen einfach vorausgesetzt, daß man betet. Bei allem, was wir in der Gemeinde, auch als Pastoren!, tun, wird stillschweigend mitgedacht: Das Gebet gehört dazu, es wird gebetet. Aber was ist, wenn ein Christ aber irgendwie nicht beten kann? Was ist, wenn aus welchen Gründen auch immer, nicht gebetet wird? Muß man sich dann damit abfinden? Überhaupt: Was passiert, wenn das Gebet vernachlässigt wird? Wenn wir Finanzen oder Gebäude vernachlässigen, dann macht sich das früher oder später bemerkbar, und jeder wird einsehen: Da wurde was vernachlässigt! Aber beim Gebet? Was, wenn das vernachlässigt wird? Empfindet man das überhaupt als eine Not, wenn man nicht betet, oder nicht beten kann? Ich kenne die Not. Auch die Not, daß man die Not nicht empfindet.
Es ist ganz ganz selten gewesen, daß ein Gemeindeglied zu mir gekommen ist, und gesagt hat: Herr Pastor, helfen Sie mir, ich kann nicht beten! – Bedeutet das deshalb, daß alle in der Gemeinde beten? Daß viele oft beten – davon bin ich überzeugt! Aber daß alle immer beten? Das glaube ich nicht.
Ich möchte heute mit allen über das Gebet sprechen: Mit denen, die beten, und mit denen, die fest überzeugt sind, daß sie es nicht können, oder nicht brauchen, oder wie auch immer.

Es soll unter 4 Überschriften geschehen:

  1. Realitäten,
  2. Göttliche Notwendigkeit,
  3. Hilfe,
  4. Du stehst nicht vor dem Nichts!

REALITÄTEN

Am besten man fängt mit Realitäten an, denn sonst hört man sich schöne Dinge an und denkt dabei: Aber irgendwann holt die Realität dich ein. Meine Überzeugung ist, daß Beten sehr realistisch ist. Ja, Beten ist das realistischste, was ein Mensch tun kann und tut.
Das ist eine gewagte Aussage. Denn eine Realität will man sehen, aber das Gebet ist unsichtbar; man will etwas mit Händen greifen, aber Gebet gibt mir ja nichts direkt in die Hand.

Welcher Realismus kann denn gemeint sein? Fangen wir mit einer ganz einfachen Realität an:

a. Du bist nicht Gott, sondern Geschöpf

Na, wer hätte das gedacht? Du bist nicht Gott. Denn wer Gott ist, der braucht nicht zu beten. In der Annenstraße hatten wir mal am Karfreitag einen Gast, der mit uns über den Glauben sprechen wollte. Er stellte sich als Moslem vor. Er sagte: Der Mensch soll ehrlich sein: Er will Gott sein. Das kann man im Islam werden. Ich glaube nicht, daß das so stimmt. Aber interessant war folgendes: Ein Gemeindeglied fragte sehr freundlich: „Mich interessiert, um was Sie im Gebet bitten. Wir Christen bitten Gott wie einen Vater um das, was wir brauchen.“ Der Mann konnte mit der Frage und der Aussage nichts anfangen. Bitten? Gott, den allmächtigen, über alles erhabenen, allwissenden Gott – bitten? Also etwas haben wollen, was man nicht hat, und zwar von Gott? Er konnte nur davon sprechen, daß man Gott anerkennt und preist. Aber bitten? Das war ihm ein Rätsel, ja, vielleicht sogar eine Dummheit.
Es ist eine große Realität, an der wir nicht vorbeikommen: Ich bin nicht Gott. Psalm 100 spricht es aus: „ER hat uns gemacht, und nicht wir selbst …“ Du bist nicht Gott, du wirst auch niemals Gott werden. Damit bist du aber nicht nichts, oder unbedeutend. Du bist Geschöpf, und Gott ist dein Schöpfer. Darum finde ich gut, was der Neutestamentler Klaus Berger festhält über das Gebet:
„Jedes Gebet ist zunächst einmal Anerkennung Gottes und darin ein Stück Reparatur der Welt, in der die meisten Menschen gottvergessen dahinleben.“ (Klaus Berger, 2010) Ein äußerst realistischer Satz! Er besagt: 1. Gott ist – 2. ich bin nicht Gott, aber 3. im Gebet erkenne ich Gott an. Die Welt ist reparaturbedürftig, weil sie Gott vergessen hat. Mit jedem Gebet tritt etwas mehr Realismus ein: Die Unterscheidung zwischen Schöpfer und Geschöpf.

b. Als Geschöpf bist du bedürftig

Als Geschöpf bist du bedürftig. Du lebst, und zum Leben brauchst du allerhand. Essen und Trinken, Schutz, Liebe. Jesus sagt: Gott der Vater hat das Leben in sich selber (Johannes 5, 26), der Schöpfer lebt aus sich selbst. Das Geschöpf aber nicht. Um zu leben, brauche ich dringend und ständig Dinge, die nicht in mir sind, und doch Teil von mir werden müssen. Als Geschöpf bin ich empfangend. Ganz und gar. Am Essen und Trinken wird das sofort deutlich, oder am Atmen. Aber auch die Seele ist ein Geschöpf. Die Seele braucht Ansprache, Liebe, Vertrauen, Grund zur Freude. Diese Dingen kommen als Gaben von außen zu uns.
Es ist höchster Realismus, wenn Paulus sagt: „Was hast du, das du nicht empfangen hast?“ (1. Korinther 4, 7). Ob wir diese Frage mögen oder nicht, sie ist realistisch. Mein Leib hat Moleküle, die ich als Speise zu mir genommen habe. Meine Seele hat Kenntnisse und Erfahrungen, die mir geschenkt wurden.
Nun könnte man sagen: Das ist ja im Grunde die ganze Realität: Erst Gott der Schöpfer, dann ich als sein Geschöpf, und drittens die Gaben, die Gott mir zum Leben schenkt. Das ist die ganze Realität, denken wir.
Entweder bekomme ich in dieser Realität das, was ich brauche: das wäre eine gute Realität – oder, und das wäre eine bittere Realität – ich bekomme es nicht. Das wäre eine Not.
Doch das ist eben nicht die ganze Realität! Es kommt noch eine weitere Realität dazu, die für das Gebet entscheidend ist – und zugleich für jeden Menschen unausweichlich. Jeder wird das sofort einsehen, denn wir befinden uns gerade sehr intensiv in dieser Realität:

c. Sprache

Es ist die Realität der Sprache. Ich rede und ihr hört gerade zu. Wir haben eben über große Realitäten gesprochen und gehört. Das geht nur mit Sprache. Sprache ist eine ganz besondere Realität. Ohne Sprache könnten wir nicht darüber sprechen oder nachdenken, was wir als Geschöpfe zum Leben brauchen oder haben. Die Not, wie zum Beispiel der Hunger oder die Einsamkeit, wäre ein Schmerz, und sprachlose Instinkte würden alles tun, die Not zu beenden. Tiere leben so. Menschen manchmal auch, aber wir jetzt gerade nicht. Sprache hat es in sich, nicht nur Situation zu sein. Wir sind nicht nur hungrig oder satt, nicht nur in Sicherheit oder in Gefahr. Wir sprechen auch. Darüber könnte man noch viele Worte machen. Mir ist jetzt nur wichtig, daß wir die Sprache als unausweichlichen und Notwendigen Teil unserer Realität erkennen.
Ohne Sprache könnten wir weder bitten noch danken. Die stummen Gesten des Bittens und Dankens leben davon, daß wir in der Sprache zuhause sind. Sprache unterscheidet uns vom Instinkt.
Aber auch in der Sprache leben wir wie Geschöpfe: Wir sind darauf angewiesen, daß man uns anspricht. Kinder lernen Sprache durch Ansprache. Wir verlassen uns darauf, daß man uns versteht, oder wenigsten verstehen möchte. Sprache ist so. Wir sind von ihr abhängig.
Ich glaube irgendwie, daß das, was ich denke, irgendwie bei euch ankommt. Und Ihr glaubt irgendwie, daß das, was bei euch ankommt, von mir auch so gemeint ist. Mißverständnisse bestätigen die Regel. Wir sind der Sprache ausgeliefert.
Darum sind Lügen ja so furchtbar; sie mißbrauchen das Vertrauen, das wir in die Sprache setzen, weil es anders gar nicht geht. Lügner verlassen sich darauf, daß alle anderen die Wahrheit sagen. Sonst würde man ihnen ihre Lüge ja nicht abnehmen. Die Sprache ist eine wunderbare, große Gabe des Schöpfers. Wir sind Gottes sprachlichen Geschöpfe.
Diese Realitäten: Schöpfer, Geschöpf, Sprache, sind die Grundlage für meine These, daß Beten realistisch ist. Denn was ist ein Gebet anders als: Ein Geschöpf mit Sprache spricht mit seinem Schöpfer.

d. Beispiel aus dem Neuen Testament

In der Bergpredigt spricht Jesus wiederholt über das Gebet. „Welcher ist unter euch Menschen, wenn ihn sein Sohn bittet ums Brot, der ihm einen Stein biete?“ (Matthäus 7, 9). Da haben wir die Ursituation. Dein Kind ist ein Geschöpf und ist bedürftig. Es ist ein sprachliches Geschöpf und bittet. Wir sind uns alle einig, daß in der Situation ein Stein statt eines Brotes nicht nur ein Mißverständnis wäre. Es wäre eine schäbige und unmenschliche Verletzung und Enttäuschung. Der Sohn kann nicht anders, als sich darauf zu verlassen, daß der Vater ihn versteht, und weiß, was er meint. Als sprachliche Geschöpfe wären wir empört über so einen Vater. Und jetzt kommt’s: „Wenn ihr, die ihr doch fragwürdig seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt – wieviel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten?“ – Jesus ruft seine Hörer nachdrücklich in den Realismus des Gebets hinein. Im Grunde sagt er ja: Wenn es schon funktioniert, daß ein Sohn seinen Vater bittet, dann doch erst recht, wenn ein Kind Gottes seinen himmlischen Vater bittet. Ja, Jesus fragt uns: Oder bist du besser als Gott? Ist Gott unzuverlässiger, als du? Wenn es also realistisch ist, dich zu bitten, dann ist es um Lichtjahre mehr realistisch, Gott zu bitten!
Und was sagst du jetzt?

GÖTTLICHE NOTWENDIGKEIT

Was ich bis jetzt versucht habe, in ein paar Gedankengängen zu zeigen, sagt uns unser Glaube klar und deutlich. Beten ist nicht nur realistisch, sondern eine Notwendigkeit. Gott will das Beten von uns haben.

a. Das 2. Gebot im Katechismus

„Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen!“ Gott gibt seine Kontaktdaten weiter, seinen Namen. Gott ist erreichbar, ansprechbar. Gott hat sich bekanntgemacht. Was machen wir mit Gottes Namen? Ein Name steht für eine Person. Wir brauchen diesen Kontakt zu Gott angemessen, wenn wir als sprachliches Geschöpf mit unserem Schöpfer reden. „Wir sollen Gott in allen Nöten anrufen, beten, loben und danken.“ Das ist ein Gebot. Es ist nicht eine Frage des Geschmacks, der Laune oder der Neigung. Wir kommen nicht daran vorbei. Wenn wir beten, tun wir Gottes Willen. Und das bedeutet: Wir werden kein Gebet bereuen, und jedes versäumte Gebet bereuen. Bei allem, was uns den Atem nimmt, oder belastet, und ratlos macht, wird Gott uns immer sagen: „Du hattest meinen Kontakt, hast du mich angerufen? Ich wäre von meiner Seite für dich da. Ganz. Von deiner Seite muß das Gebet kommen. Du hast meinen Kontakt,“ sagt Gott, „ruf mich an!“
b. Jesus lehrt beten
Jesus lehrt beten. Wir haben schon davon gehört. Wir haben das Vaterunser von ihm. Jede Zeile im Vaterunser führt uns dahin, das wir wieder zu einem Geschöpf vor unserem Schöpfer werden. Das Gebet richtet sich an Gott, aber es tut auch etwas mit uns. Jede Bitte im Vaterunser unterstreicht alle Aussagen, die ich bis jetzt gemacht habe.
Auf jeden Fall aber lehrt Jesus seine Jünger zu beten, weil sie es sollen. Jesus bestätigt das Gebot: Betet! Es ist eine Notwendigkeit! Wir haben keine Wahl. Jesus lehrt uns nichts Überflüssiges. Wenn wir bei diesen Worten eine Not fühlen, dann will Jesus das. Denn sein Ziel ist, daß wir beten.

c. Gott verheißt Erhörung

„Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen.“ (Psalm 50, 15). Zu Recht ein beliebter Vers. Die Bibel ist voll von Verheißungen und Einladungen Gottes zum Gebet. So auch der Wochenspruch: „Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet.“ (Psalm 66, 20). „Du erhörst Gebet, darum kommt alles Fleisch zu dir.“ (Psalm 65, 2).
Ein frommer Theologe des 18. Jahrhunderts, Friedrich Christoph Oetinger, hat einmal gesagt: „Beten ist mit Gott wirken.“ Das ist eine erstaunliche Aussage. Das ist aber das Ergebnis und das Ziel von Gottes Verheißung und unserem Gebet. Die Verheißung rundet die göttliche Notwendigkeit des Gebets ab.

Gott nimmt uns ernst, wenn wir beten. Denn Gott meint alles, was er sagt. Wir sollen beten, und er will uns hören. Wer nicht betet, der nimmt Gott nicht ernst. Wer das Gebet unterschätzt, der unterschätzt Gott selbst.

ES GIBT HILFE

Nun kann man mit Recht fragen: Ist das denn noch eine „Ermutigung zum Gebet“, wenn alles so ernst ist? Nun, eine Ermutigung taugt nur so viel, wie sie Realitäten ins Auge blickt!
Trotzdem! Es gibt Hilfe, und sie ist schon da – oder, sie ist unterwegs, jedenfalls nicht weit!

a. Gott eröffnet das Gespräch.

Es wird gerne gesagt: „Beten ist ein Gespräch mit Gott.“ Das ist es auch! Ganz entscheidend für ein Gespräch ist nicht nur das Reden, sondern ebenso auch das Hören. Das Christliche Gebet geschieht niemals so, als würden wir Gott nicht kennen, als würden wir nichts von ihm wissen, als hätte Gott nicht schon gesprochen. Gott eröffnet das Gespräch. Unser Gebet antwortet darauf, und bezieht sich darauf. So heißt es denn auch in Psalm 27, 8: „Mein Herz hält dir vor dein Wort: „Ihr sollt mein Antlitz suchen.“ Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz.“ – Mein Herz hält dir vor dein Wort: Das gehört zum Gebet dazu! Gott, du hast es gesagt! Gott, ich nehme dich bei dem, was du gesagt hast! Gott, so ist es doch, oder??
Gott hat sich mitgeteilt. Zuverlässig und deutlich. Als Schöpfer, in seinem Sohn, und im Heiligen Geist. Aus der Bibel wissen wir, wie Gott ist, und was er tut. Als Dr. Martin Luther einmal gebeten wurde: Wie soll man beten? , hat er geraten, das anhand des Katechismus zu tun. Eine gute Übung! Man kann zum Beispiel bitten, daß die 10 Gebote gehalten werden. Das klingt jetzt furchtbar trocken, wenn nicht sogar langweilig. Aber Wenn ich um Gottes Schutz und Segen bitte, dann gehört auf jeden Fall dazu, daß ich Gott bitte, das Menschen die Gebote halten, mich nicht töten, nicht belügen, nicht bestehlen. Das gilt für mich natürlich auch!
Und ein Christ kann auch nicht so beten, als gäbe es keine Vergebung. Oder ist Jesus etwa nicht gekommen? Wir können doch nicht so beten, als wäre Jesus nicht gekommen!
Oder im Gebet so tun, als gäbe es keine Hoffnung im Angesicht des Todes?
Vielleicht hast du Schwierigkeiten mit dem Gebet, weil du nicht ausreichend hörst?
Gott hat schon angefangen! Er hat nicht nur gesprochen und gehandelt, er hat sein Wort auch aufschreiben lassen, er läßt es predigen und auslegen. Gott spricht uns an mit dem Ziel, daß wir ihn beim Wort nehmen, und antworten. Ihn beim Wort nehmen, und ihn bitten, Sorgen auf ihn werfen. Solch ein Gebet ist niemals wie eine Münze in einem übergroßen Glückautomaten, im Sinne von: „Mal gucken, was dabei herauskommt!“

b. Gott ist in Vorleistung gegangen

Ich sprach vorhin davon, daß wir in der Sprache leben, wie ein Fisch im Wasser, meistens ohne uns dessen bewußt zu sein. Als Geschöpf mit Sprache sollten wir auch Psalm 94, 9 bedenken: „Der das Ohr gepflanzt hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gemacht hat, sollte der nicht sehen?“ Während wir hören, haben wir Zweifel, ob Gott uns hört – dabei hat Gott das Ohr erdacht und geschaffen! Wenn jemand hören kann, dann Gott!

WER BETET, FÄNGT NICHT BEI NULL AN

a. Wer betet, fängt nicht bei Null an: Erstens

Wer sprechen kann, der kann auch beten. Keine Diskussion. Warum? Weil alle Sprache sowieso bei Gott ankommt. Sagt nicht Psalm 139, 4: „Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht alles wissest.“ Was wir mit der Sprache machen, hat Gott schon gehört, und zwar deutlicher und intensiver, als wir es gesagt oder gedacht haben. Es kommt nur darauf an, daß wir auf Gott zielen dabei. Also: Du betest schon mehr, als du denkst! Aber wie!

b. Wer betet, fängt nicht bei Null an: Zweitens

Wer betet, ist niemals allein. Wer betet ist in dem Moment umgeben von unzähligen Betern. Jemand betet einen Psalm oder ein Vaterunser zu jedem Zeitpunkt. Wenn du gerade nicht beten kannst, dann betet jemand für dich. Wenn du nicht beten kannst, dann setz dich zu denen, die beten. Paulus sagt ganz offen: „Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen.“ (Römer 8, 26). Der Heilige Geist ist ein betender Geist, der in uns betet. Er hilft uns auf jeden Fall.
Die Gemeinschaft der Beter ist schon da – alle Erfahrungen, die wir machen, haben unzählige schon vor uns gemacht. Der Heilige Geist hat schon angefangen deine Gebetsstelle offen zu halten. Mit einem Seufzer bist du dabei!

Es gibt aus der russischen Kirche einen berühmten Text von einem Beter, der damit Ernst machte, „ohne Unterlaß“ zu beten. Er hatte die Sehnsucht danach, unter allen Umständen zu beten, und alles dabei vor Gott zu bringen. In den „Aufrichtige Erzählungen eines russischen Pilgers“ gibt es eine Ermutigung zum Gebet, die atemberaubend ist. Ein lutherischer Theologe könnte das nicht so sagen, wie er es sagt. Aber er spricht aus Erfahrung, und diese Erfahrung könnte uns zugute kommen!

  1. Bete und denke alles, was du willst, und dein Denken wird durchs Gebet geläutert werden. Das Gebet wir deinen Geist erleuchten; es wird alle abwegigen Gedanken vertreiben und dich beruhigen. …
  2. Bete und tue, was du willst, und deine Werke werden Gott wohlgefällig sein, dir selber aber nützlich und heilbringend! Häufiges Beten, gleichviel worum es geht, bleibt nicht ohne Frucht, denn in ihm selbst ist eine heilbringende Kraft beschlossen. ‚Heilig ist Sein Name, und jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet‘ (Apg 2, 21). …
  3. Bete und bemühe dich nicht, aus eigener Kraft deiner Leidenschaften Herr zu werden. Das Gebet wird sie in dir zunichte machen. ‚Der in euch ist, ist größer als der Welt ist‘, sagt die Heilige Schrift (1 Joh 4,4). …
  4. Bete und fürchte nichts. Fürchte dich weder vor Unglück noch vor Unheil – das Gebet wird dir zur Abwehr dienen und alles abwenden. Denke an den kleingläubigen Petrus, da er am Ertrinken war (Mt 14, 30-31), an Paulus als er im Gefängnis betete (Apg 16, 25), …
  5. Bete nur irgendwie, aber immer, und laß dich nicht verwirren! Sei fröhlich im Geiste und ruhig: Das Gebet wird alles machen und dich unterweisen. …. ‚Irgendwie zu beten, liegt in unserer Macht; aber rein zu beten ist ein Geschenk der Gnade.‘ Also, was in deiner Macht ist, das bringe Gott dar; bringe wenigstens die dir mögliche Anzahl (der Gebete) dar – ihm als Opfer, und Gottes Kraft wird sich in deine Ohnmacht ergießen …

Ein Philosoph aus Südamerika, der überzeugter katholischer Christ war, hat nachdenkenswerte Sätze über das Gebet formuliert. Sie mögen zum Weiterdenken – und Beten! – ermutigen:

  • Das Christentum lehrt nicht, daß das Problem eine Lösung habe, sondern daß das Flehen eine Antwort erhalte.
  • Die einzige Vorsichtsmaßnahme ist es, beizeiten zu beten.
  • Die Religionen verkümmern, wenn die Bittgebete aufhören.
  • Nur im Niederknien drückt sich die Wahrheit des Menschen aus.
  • Das einzig Sinnvolle ist es, Gott starrsinnig mit unseren Gebeten zu belästigen.
  • Solange der Mensch fähig ist niederzuknien, ist nichts verloren.
  • Beten ist der einzige Akt, auf dessen Wirksamkeit ich vertraue.
  • Das Gewicht dieser Welt läßt sich nur tragen, wenn man niederkniet.

Nicolás Gómez Dávila
(1913 – 1994)

Vaterunser

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen
.

Aufruf zur Fürbitte um Frieden

Der Konflikt im Osten Europas ist allem Anschein nach die schwerste kriegerische Auseinandersetzung auf dem europäischen Kontinent seit dem Ende des 2. Weltkrieges. Ich bitte die Gemeinden der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), ihre Glieder und Pfarrer, nicht nachzulassen, um Frieden zu beten.

In unserem neuen Evangelisch-Lutherischen Kirchengesangbuch (ELKG²) finden sich Gebete auf Seite 1594 (Gebet am Mittwoch) und den Seiten 1613 und 1614.

Lieder, die zum Gebet um Frieden geeignet sind, sind unter anderem folgende:
„Verleih uns Frieden gnädiglich“ (ELKG² 669 und 670), „Du Friedefürst, Herr Jesu Christ“ (671), „Unfriede herrscht auf der Erde“ (672), „Gib Frieden, Herr, gib Frieden“ (673), „Hevenu schalom alejchem“ (674), „Dona nobis pacem“ (675 und 677) und „Frieden, Frieden“ (676). Unter der Nummer 157 findet sich ein Kyrie-Ruf aus der orthodoxen Liturgie der Ukraine. Möge unser Gesangbuch in dieser Notzeit seine geistliche Kraft entfalten.

Ich füge zudem einen gottesdienstlichen Gebetsvorschlag an, der sich natürlich auch für das häusliche Gebet eignet.

Herr, erbarme dich!

Am 24. Februar 2022
Bischof Hans-Jörg Voigt D.D.

Stellungnahme zur kirchlichen Lage in der Ukraine und Russland

Mit Traurigkeit und Sorge nehme ich in diesen Tagen das Leid und das Blutvergießen wahr, dass sich in der Ukraine ereignet. Unsere Ohnmacht treibt uns in das Gebet zu Gott, der durch seinen Sohn Jesus Christus Frieden zwischen uns in Schuld und Tod verfallenen Menschen und seiner göttlichen Heiligkeit gestiftet hat.

Weil in der öffentlichen Berichterstattung die kirchliche Lage der Orthodoxen Kirche in Russland und der Ukraine kaum Berücksichtigung findet, möchte ich hier auf einige Hintergründe aufmerksam machen. Das Verhältnis dieser Kirchen scheint mit ursächlich für den Ausbruch des Konfliktes zu sein.

Am 14. September 2018 kam es zum Bruch zwischen der Russisch-Orthodoxen Kirche, Patriarchat Moskau, und dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel. Das Patriarchat von Konstantinopel hatte zuvor zwei Exarchen in Kiew ernannt und damit die Unabhängigkeit (Autokephalie) der Orthodoxen Kirche in der Ukraine anerkannt.

Am Donnerstag, 24. Februar 2022, veröffentlichte der Patriarch Kyrill I. eine Ansprache auf der Website des Moskauer Patriarchats, in der er sagt: „Als Patriarch von ganz Russland und Primas der Kirche, dessen Herde sich in Russland, der Ukraine und anderen Ländern befindet, empfinde ich tiefes Mitgefühl mit allen, die von dem Unglück betroffen sind.“ Der Konflikt ist hier zwischen den Zeilen verborgen: Indem Kyrill sich als Patriarch von Russland und der Ukraine bezeichnet, verweigert er die Anerkennung der Autokephalie der Ukraine ein weiteres Mal. Kyrill I. gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die „von Gott geschenkte Gemeinschaft“ dazu beitragen werde, die „Spaltungen und Widersprüche zu überwinden, die zu dem gegenwärtigen Konflikt geführt“ hätten. Im Grunde genommen rechtfertigt er damit den Krieg indirekt.

Die Lehre Einklang (Symphonia) zwischen Staat und Kirche ist die Achillesferse der Orthodoxen Kirche. Am „Tag der Verteidiger des Vaterlandes“ gratulierte Kyrill I. President Putin, seinem „lieben Wladimir Wladimirowitsch“. Putin hatte Kyrill erst am 20. November 2021 zum 75. Geburtstag den Orden des heiligen Apostels Andreas überreicht, die höchste Auszeichnung des russischen Staates. In dieser Woche sagte Kyrill, dass er dafür beten werde, Gott möge „das russische, das ukrainische und andere Völker beschützen, die durch unsere Kirche geistig vereint“ sind.

Auch die Lage der kleineren lutherischen Kirche in der Ukraine ist von Zerrissenheit und Konflikten geprägt und bedarf unserer Fürbitte.

Das Bekenntnis der lutherischen Kirche kennt die Unterscheidung der beiden Regierweisen (Reiche) auch wenn es bis in unsere Tage immer wieder zu gegenseitigen Übergriffen kommt. August Vilmar, einer der theologischen Väter der Hessischen Renitenz, einer Vorgängerkirche der SELK, soll seinem Kurfürsten zugerufen haben: „Sire, geben Sie die Kirche frei!“1 Theodor Harms, einer der Väter der Hannoverschen ev.-luth. Freikirche, sagte sehr grundlegend: „Wie soll sich aber die Kirche zum Staate stellen? Ich weiß keine andere Antwort als die: … Freie Kirche und Freier Staat. Ohne Freiheit gedeiht weder Kirche noch Staat.“2 Diese Zitate scheinen heute noch so aktuell wie im 19. Jahrhundert.

Dass bei den gegenwärtigen Kriegshandlungen auch ein kirchlicher Konflikt im Hintergrund steht, erscheint mir besonders bitter zu sein. Dies sage ich mit aller gebotener Demut vor dem Hintergrund der westeuropäischen und unserer deutschen Geschichte des vergangenen Jahrhunderts.

Christus spricht: „Dies habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Johannes 16,33). Hans-Jörg Voigt

…..

1 Vilmar soll in einer persönlichen Audienz den Kurfürsten aufgefordert haben: „Geben Sie die Kirche frei!“. Dies berichtet er in einem Brief an den Bruder W. Vilmar vom 14. Oktober 1849 (vgl. Hopf, A. Vilmar, II, S. 90; Karl Wicke, Die hessische Renitenz: ihre Geschichte und ihr Sinn, Kassel 1930, S. 35.
2 Grünhagen, Andrea, Erweckung und konfessionelle Bewusstwerdung, Berlin, 2010, S. 322.

Fürbittengebet um Frieden

Liturg zur Gemeinde: Im Frieden lasst uns beten durch unsern Herrn Jesus Christus, den Erlöser der Welt.

Lektor zur Gemeinde: Für den Frieden im Osten Europas / dass der Herr dem Krieg Einhalt gebiete und den Menschen in der Ukraine den Frieden und Freiheit wieder schenke / lasst uns beten:

Gemeinde: Herr erbarme dich. (Hier kann auch das Kyrie aus der orthodoxen Liturgie der Ukraine, ELKG² 157 gesungen werden.)

Lektor zur Gemeinde: Für die Kinder und Jugendlichen / dass der Herr sie an Leib und Seele vor Leid und Verletzung bewahre / lasst uns beten:

Gemeinde: Herr erbarme dich.

Lektor: Für die Brüder und Schwestern in den Kirchen der Ukraine und Russlands / dass Gott ihre Herzen vor Hass aufeinander bewahre / dass er ihnen Wege zeige, dem Frieden zu dienen, das Wort Gottes zu verkündigen und die Sakramente zu feiern / lasst uns beten:

Gemeinde: Herr erbarme dich.

Lektor: Für alle, die politische Verantwortung tragen /dass der Herr ihre Herzen zum Frieden lenke /dass er ihnen helfe der Wahrheit und der Gerechtigkeit zu dienen / dass er die Herzen und Sinne der Menschen vor Irrtum und Lüge bewahre / lasst uns beten:

Gemeinde: Herr erbarme dich.

Lektor: Um Frieden und Eintracht unserem Land /dass der Herr der Polarisierung der Gesellschaft in Interessengruppen wehre / dass er den Frieden an den Arbeitsstätten, Universitäten und Schulen schenke und erhalte / dass er Lehrern und Lehrerinnen neue Kraft gebe und ihre Liebe erhalte / lasst uns beten:

Gemeinde: Herr erbarme dich.

Lektor: Um Frieden in unseren Häusern und Familien / dass der Herr den Eheleuten helfe, die es schwer miteinander haben / dass er gute Verständigung zwischen den Generationen schenke / damit die Kinder in Frieden heranwachsen können und für die ungeborenen Kinder / lasst uns beten:

Gemeinde: Herr erbarme dich.

Lektor: Für ein Ende der weltweiten Krankheitsnot /dass der Herr die Menschen vor Krankheit bewahre / dass er den Pflegekräften und Ärzten neue Kraft gebe / für alle die krank sind, und deren Namen wir hier in der Stille nennen … / lasst uns beten:

Gemeinde: Herr erbarme dich.

Lektor: Für unsere Kirche und Gemeinde / dass der Herr uns bei seiner Wahrheit erhalte / dass er junge Menschen willig mache, in seinen Dienst zu treten / für die Lutherische Theologische Hochschule und alle theologischen Ausbildungsstätten / dass der Herr Lehrende und Lernende in seinem Wort gründe / lasst uns beten:

Gemeinde: Herr erbarme dich.

Liturg zum Altar: Barmherziger Gott, erhalte uns deinen Frieden, schenke Frieden allen Menschen, für die wir gebetet haben, durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn.
Amen.

Morgenandacht (online)

In der Morgenandacht lehnen wir uns an Luthers Morgensegen an und beten gemeinsam das Apostolische Glaubensbekenntnis, das Vaterunser und Luthers Morgensegen.

Die Morgenandacht ist ein Hauskreis, der sich nur online trifft. Zur Zeit donnerstags um 8 Uhr. Er wird von unserem Gemeindemitglied Thomas Franke verantwortet.

Jeder ist herzlich willkommen und kann über diesen Link an der Andacht teilnehmen. Fragen können über das Kontaktformular an Thomas Franke gestellt werden.

Ablauf

Eröffnung
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.

Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott den Vater, / den Allmächtigen, / Schöpfer Himmels und der Erden.

Und an Jesus Christus, / Gottes eingebornen Sohn, unsern
Herrn, / der empfangen ist vom Heiligen Geist, / geboren
von der Jungfrau Maria, / gelitten unter Pontius Pilatus, /
gekreuziget, gestorben und begraben, / niedergefahren
zur Hölle, / am dritten Tage auferstanden von den Toten, /
aufgefahren gen Himmel, / sitzend zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters, / von dannen er kommen wird, /
zu richten die Lebendigen und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, / eine heilige christliche
Kirche, / die Gemeinde der Heiligen, / Vergebung der
Sünden, / Auferstehung des Fleisches, / und ein ewiges
Leben. Amen.

Feste Burg Kalender Schriftlesung und Auslegung
für den aktuellen Tag.

Vaterunser
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft
Und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Luthers Morgensegen
Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast: und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß dir all mein Tun und Leben gefalle, denn ich befehle mich, meinen Leib und meine Seele, und Alles in deine Hände, dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Abschluss
Es segne und behüte uns Gott der Allmächtige und Barmherzige, Vater, + Sohn und Heiliger Geist. Amen

Regeln

Die Morgenandacht ist ein stiller Kreis.

Eröffnung und Abschluss werden immer von Thomas Franke gesprochen. Alle anderen Gebete und Texte abwechselnd reihum, aber niemand muss.

Das Mikrofon ist immer nur von dem an, der gerade das Gebet spricht oder den Text vorliest. Alle anderen machen das Mikrofon aus und können dann für sich das Gebet mitsprechen. Damit sollen störende Geräusche verhindert werden.

Über diesen Link kann man mittwochs zwischen 7:50 Uhr und 8:00 Uhr der Gruppe (https://meet.google.com) beitreten. Das gemeinsame Morgengebet dauert etwa 15 Minuten. Die Andacht beginnt um 8 Uhr und endet circa 8:15 Uhr.

Luthers Morgensegen

Eine kleine Morgenandacht

Des Morgens, wenn du aufstehst, kannst
du dich segnen mit dem Zeichen
des heiligen Kreuzes und sagen:

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen

Darauf kniend oder stehend das Glaubens-
bekenntnis und das Vaterunser.
Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen:

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an dein Werk gegangen
und etwa ein Lied gesungen
oder was dir deine Andacht eingibt.

Aus der Taufe leben

Praktische Impulse zur Gestaltung des Alltags

Zurzeit gibt es die Mappe des Amtes für Gemeindedienst (AfG) „Aus der Taufe leben – Praktische Impulse zur Gestaltung des Alltags“ kostenlos, statt für 6 Euro, zu haben.

Der Inhalt besteht aus:
1 Flyer „Die Hausandacht – Tägliche Gemeinschaft mit Gott“
1 Flyer „Eine kleine Gebetsschule“
1 Flyer „Stille Zeit für Gott – Bausteine und Hilfen für das geistliche Leben“
1 Flyer „Abläufe der Stillen Zeit“
3 Flyer „Gott ist da – Eine Andacht am Morgen/Mittag/Abend“
1 Flyer „Taufgedenken“
3 Lesezeichen zur Bibellese
7 Postkarten mit Gebeten

Mehr dazu unter selk.de.

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